30 Jahre nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksklasse
Großes Wiedersehen der Aufstiegsmannschaft von 1996
Was als fixe Idee bei einem Bier entstand, wurde kurzerhand zu einem Treffen alter Haudegen und schwarz-gelber Legenden: 30 Jahre nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksklasse kam die damalige Meistermannschaft des SV Hellern im TIME OUT wieder zusammen. Bei etlichen Kaltgetränken wurde gefühlt noch einmal jedes Spiel der Saison 1995/96 besprochen – und natürlich jeder der 25 Siege ein weiteres Mal gefeiert.
Der SVH hatte seit 1990 sechs Jahre in der Bezirksklasse gespielt. Im Sommer 1995 folgte dann der besonders bittere Abstieg. Trotz eines siebten Tabellenplatzes musste die Mannschaft aufgrund einer Spielklassenreform des NFV den Gang zurück in die Kreisliga antreten. Entsprechend klar war das Ziel, mit dem das Team unter Trainer Klaus Budde in die Saison 1995/96 startete: der direkte Wiederaufstieg.

Die Spielzeit wurde vor allem durch den Zweikampf an der Tabellenspitze zwischen dem SVH und dem SC Türkgücü Osnabrück geprägt. Der SCT wurde damals vom Ex-VfL Profi Gerd Grau trainiert und galt als absoluter Topfavorit. Der SVH hatte sich im Saisonverlauf bereits ein kleines Polster herausgespielt, musste am 1. Mai 1996 aber noch zu einem Nachholspiel beim direkten Konkurrenten auf dem Klushügel antreten. Mit einem Sieg konnte der SVH den direkten Wiederaufstieg und die Meisterschaft perfekt machen.
Die Neue Osnabrücker Zeitung titelte damals: „Hellern feiert mit ‚La Ola‘ beim Volksfest auf dem Klushügel“
Eine weitere Besonderheit dieser Saison gab es bereits in der Winterpause. Ausgerechnet beim Spitzenreiter kam es zu einem Trainerwechsel – etwas, das ansonsten eher aus München bekannt ist. Trainer Klaus Budde, im Hauptberuf Richter, folgte beruflich einem Ruf nach Berlin. Für die Rückrunde übernahm Abteilungsleiter Rolf Aßmann die Mannschaft als Spielertrainer. Gemeinsam mit Klaus-Peter Prasse und Lutz Bergsieker gehörte er damals auch dem Fußballvorstand an. Als Libero – eine heute nahezu vergessene Position – hatte Aßmann das Spielgeschehen ohnehin stets vor sich. Und seine Abwehr hatte der langjährige Abwehrchef fest im Griff. Das zeigt auch die Bilanz: In der gesamten Saison kassierte der SVH lediglich eine Niederlage, gegen den SV Eintracht Osnabrück.
Neben der Meisterschaft konnte die Mannschaft in dieser Spielzeit auch in der Halle einen großen Erfolg feiern. Beim traditionsreichen Addi-Vetter-Cup in der damaligen (alten) Schloßwallhalle erreichte der SVH einen starken dritten Platz. Im Halbfinale gegen den Dauerrivalen OSC hatte das Team, trotz deutlich mehr Spielanteile, im 7m Schließen das Nachsehen. Im Spiel um Platz drei setzte sich der SVH dann gegen den SV Eintracht durch und gewann Bronze.
Wiedersehen nach drei Jahrzehnten
Zum Jubiläumstreffen kamen nicht nur zahlreiche Spieler der damaligen Aufstiegsmannschaft. Mit dabei waren auch Ex-Trainer Berni Lampe, Betreuer und Team-Masseur Hans-Ullrich Willmann sowie die damaligen Fußballvorstände Klaus-Peter Prasse und Lutz Bergsieker.
Beim Blick auf die Mannschaft von damals und heute zeigt sich aber vielleicht die schönste Geschichte dieser Meisterschaft: Auch 30 Jahre später ist ein großer Teil der damaligen Spieler dem SV Hellern und insbesondere der Fußballabteilung weiterhin eng verbunden.
